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| Gepäck :-) |
Beim Transport zum Auto bin ich abwechselnd total ins Schwitzen gekommen (innen) und halb erfroren (draussen). Es hatte morgens um 09:00 Uhr in Hinterzarten noch -3°C. Das ist nicht mal mehr herbstlich! Dementsprechend sah es auch aus.
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| Das Gras ist nicht blass, sondern weiß vom Reif! |
Da ich noch viel Zeit hatte, bis ich die Kinder bei Astrid abholen konnte, beschloss ich ein letztes Mal am Titisee vorbeizuschauen. Die Stimmung an einem relativ frühen Morgen unter der Woche war dort faszinierend. Der Titisee sah zuerst aus wie zugefroren, später war er teilweise eingenebelt. Ich habe wirklich bereut, meine Kamera ganz tief im Koffer vergraben zu haben - so konnte ich nur doofe Handyfotos machen.
Ich fand Location und Stimmung passend, um die vergangenen fünf Wochen Revue passieren zu lassen, und für mich nochmals zu analysieren. Mein Fazit ist -trotz einiger unangenehmer Tage zwischendurch- durchweg positiv:
Es geht mir heute wesentlich besser, als vor fünf Wochen. Der Lupus schläft, die Füße sind nicht nur entlympht, sondern auch mit Strümpfen versorgt und werden hoffentlich in den nächsten Monaten keine Probleme machen. Das Sportprogramm ging mir vor allem in der letzten Woche ziemlich auf den Geist, hat aber sicher seinen Teil dazu beigetragen, dass ich mich insgesamt fitter fühle.
Obwohl ich mich vor allem in der ersten und letzten Reha-Woche ziemlich einsam gefühlt habe, habe ich einige sehr nette Leute kennengelernt, die ich zumindest zum Teil gerne ich meine "normale Wirklichkeit" mitnehmen möchte. Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken (das kann man nämlich auch eingemummt auf dem Ergometer), was mir dabei geholfen hat, ein paar wichtige Entscheidungen zu treffen.
Bei euch allen möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken: Für euer Interesse, eure vielen E-Mails, Blog-Nachrichten, Anrufe, Besuche und Päckchen, mit denen ihr mich immer wieder aufgeheitert und mir Mut gemacht habt. Ein ganz besonderer Dank geht an alle, die Markus und die Kinder in den vergangenen Wochen so tatkräftig unterstützt haben. Es waren viele Freunde daran beteiligt, dass ich überhaupt halbwegs guten Gewissens und ohne ernsthafte Sorgen so lange hier bleiben konnte.
Wie ihr an dem verspäteten Fazit erkennt, hat mich der Alltag wieder mit voller Wucht erwischt, kaum dass ich einen Fuß in heimatliche Gefilde gesetzt habe. Die meisten von euch Lesern werde ich in den kommenden Tagen und Wochen wieder regelmäßig sehen. Ich freue mich darauf schon sehr - es ist noch einmal etwas anderes, als nur zu telefonieren oder zu mailen.
Da ich euch nun nichts Spannendes mehr berichten kann, schließe ich diesen Blog mit dem heutigen Eintrag und einem Zitat von Oscar Wilde:
„Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.“
:-* :-* :-*




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