Montag, 24. September 2012

Paradiesische Zustände

Ob ich heute Besuch von irgendwem bekomme, stand ziemlich lange in den Sternen. Zuerst wollten Dana, Harry, Markus und die Kinder kommen. Gemeinsam wollten wir zum Titisee und dort etwas spazieren gehen. Gestern war Muftis Junggesellenabschied und ich hatte starke Zweifel am Auftauchen der beiden Männer. Den Vorsatz mich zu besuchen wollte ich vor allem Markus gar nicht absprechen - aber ob sich das dann wirklich realisieren lässt???

Als ich gestern auch noch erfahren habe, dass Dana ein wenig kränkelt hat sich die Anzahl der potentiellen Besucher und die Besuchswahrscheinlichkeit deutlich reduziert. Ein "Plan B" musste her, wenn ich nicht den ganzen Sonnag alleine im Zimmer verbringen wollte. Dieser sah vor gemeinsam mit Inge, der Patientin die gestern mit Marion und mir im Kino war, ins Badeparadies nach Titisee-Neustadt zu fahren. Wir sind heute beide abbandagiert und Schwimmen ist schließlich auch gesund.

Tatsächlich litt ich seit Tagen unter akutem Schwimmbadentzug. Keine Ahnung woher das genau kam, aber es verging in der letzten Woche kein Tag ohne den Gedanken wie schön es doch wäre jetzt schwimmen zu gehen.

Markus hat (verständlicherweise) lange geschlafen und dann (unverständlicherweise) lange überlegt ob er noch kommen soll. Zugegeben, es lag wohl auch an den Kids, die zwar unbedingt zu mir wollten, aber mit den Hausaufgaben noch nicht fertig waren. Jedenfalls wartete Inge beim Mittagessen auf meine Entscheidung, ob ich mitkomme und ich wartete auf Markus Entscheidung ob er hierher fährt. Natürlich kam es wie es kommen musste: Gerade als ich Inge zugesagt hatte und 10 Minuten bevor wir uns auf dem Parkplatz treffen wollten, rief Markus an und teilte mir mit dass er mit den Kids "wenigstens kurz" vorbeikommen wird.

Also habe ich meinen Plan A "Ich bekomme Besuch von Markus und den Kindern" und meinen Plan B "Ich fahre mit Inge ins Badeparadies" kurzerhand zu einem genialen Plan C "Ich fahre mit Inge ins Badeparadies und bekomme dort Besuch von Markus und den Kindern" umgebaut.

Das hat dann wirklich gut geklappt. Die ersten zwei Stunden bin ich mit Inge in der Palmenoase rumgelümmelt, dann habe ich im Kinderbereich Galaxy auf Markus, Daniel und Nathalie gewartet. Als die drei kamen, haben sich die Kinder natürlich auf die irrsinnig vielen Rutschen gestürzt und waren verschwunden.




Markus und ich haben uns in Whirlpools drinnen und draußen, in Solen und im Toten-Meer-Wasser geaalt und haben an der Poolbar im Wasser einen sehr leckeren Cocktail geschlürft. Wirklich paradiesisch :-D  :-D  :-D




Leider kamen Markus und die Kinder so spät, dass sie nicht sehr lange dort bleiben konnten. Wir haben beschlossen, vor Ende meines Aufenthalts noch einmal gemeinsam dort hinzugehen. Nach dem Baden haben wir bei einem Chinesen in Neustadt zu Abend gegessen. Nach fast zwei Wochen einmal satt zu sein ist auch ein paradiesischer Zustand. Dafür habe ich extra auf mein halbes Mittagessen und das Eis, das es Sonntags als Nachtisch gibt, verzichtet.

Nach dem Essen hat Markus mich in die Klinik gebracht. Die Kinder haben ja morgen Schule und sind deshalb gar nicht mehr ausgestiegen. Mein lieber Mann hat mir nicht nur geholfen alles auf mein Zimmer zu tragen, sondern hat die Gelegenheit auch gleich genutzt um in meinem Zimmer eine kleine Überraschung zu verstecken. Da die Überraschung nicht soooo klein ist, sondern eigentlich ein ziemlich dicker Wälzer namens "Winter der Welt", habe ich sie ziemlich bald nach seiner Abfahrt gefunden. Vielen Dank!

Jetzt muß ich nur noch irgendwann Zeit zum Lesen finden. Das ist mir hier bisher erstaunlich schwer gefallen. Also... Schluss für heute. Gute Nacht.





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